Feb 24, 2020 Last Updated 7:54 AM, Feb 11, 2020

Lernwelten 2019

12. - 13. September 2019, Fachhochschule Kärnten, Campus Klagenfurt &...

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Prof. Dr. Horst Siebert, Sabine Weber-Frieg

Gesundheitsbildung ist ein tragendes Moment, um Menschen bei der Entwicklung einer kontinuierlichen Gesundheitskompetenz zu unterstützen und richtet sich hinsichtlich der vielfältigen soziokulturellen Lebensbedingungen und biografischen Hintergründen an einer sehr heterogenen Adressatengruppe aus. Vor dem Hintergrund, dass Gesundheitsbildung sowohl das Bildungs- als auch das Gesundheitswesen berührt, entsteht für die Gesundheitsberufe über das jeweilige berufliche Profil hinaus eine Basis für interprofessionelle Zusammenarbeit. Lernende in den Gesundheitsberufen nähern und erschließen sich Themen der Gesundheitsbildung aus subjektiver Perspektive mit Bezug auf den individuellen Lebensstil, den biografischen Erfahrungshintergrund, (re)konstruieren ein Gesundheitsbewusstsein über eigene Wertvorstellungen und Bedeutungsperspektiven – und sind emotional involviert. Dies ist für die berufliche Bildung und didaktische Entscheidungen relevant. Lehrende in den Gesundheitsberufen haben die Aufgabe, erwachsene ...

Ausgabe 2-2015
Reinhard Brodehl

Kompetenzförderung als Leitziel in der Pflegeausbildung ist gegenwärtig für alle Lehrenden eine Herausforderung, weil das Kompetenzphänomen didaktisiert werden muss. Aus diesem Grunde sind geltende Definitionen zu hinterfragen bzw. zu ergänzen. Es müssen aber auch die Grenzen der Kompetenzgenese aufgezeigt werden, weil diese vom ‚Wollen und der Bereitschaft‘ des Auszubildenden mitbestimmt werden. Dadurch ergeben sich notwendige Lernentwicklungsgespräche. Ferner wird durch Prozesse des ‚informellen Lernens’ die Kompetenzgenese beeinflusst, weil diese von organisationspsychologischen Mechanismen determiniert wird, die nicht immer an einer Kompetenzgenese orientiert sind. Andererseits bestehen auch Optionen für die Förderung der Kompetenzgenese, wenn ein operationalisierter Kompetenzbegriff in Form eines institutionalisierten Leitfadens Lernentwicklungsgespräche ermöglicht. Unabhängig von der anstehenden generalistischen Pflegeausbildung haben die Problemlagen auch eine zukünftig Geltung.

Ausgabe 3-2015
Dr. rer. medic. Anga Engelke-Herrmannsfeldt, Prof. Dr. phil. habil Johann Behrens

In einer vorausgehenden Untersuchung von physiotherapeutischen Lehrbüchern, mit Blick auf die Gestaltung der Interaktion in kommunikativ schwierigen Situationen, konnte dargestellt werden, dass lernende Therapeuten besondere körperliche Fähigkeiten erwerben müssen, um Patienten wertschätzend, feinfühlig und gleichberechtigt in den Behandlungsprozess zu integrieren. Die Lehrbücher stellen zwar eine Erwartungshaltung an den lernenden Therapeuten heraus, aber konkrete praktische Mittel und Methoden zur Gestaltung der Interaktion werden nicht vermittelt. So dass es Ziel dieser Studie war, die Körpersprache, wie sie auf den Fotografien in eben diesen Lehrbüchern zu finden sind, zu untersuchen. Für die Datenerhebung wurden 2.500 Fotografien, auf denen Lehrphysiotherapeuten abgebildet sind, nach Verfahrensprinzipien der seriell-ikonografischen Fotoanalyse untersucht. Ergebnisse: Anhand der Fotografien können typische körperliche Gesten und Ausdrucksformen identifiziert werden, die dazu dienen, in Interaktion mit de ...

Ausgabe 4-2016
Susanne Kohler, Anne Wiechmann, Charlotte Herder, Prof. Dr. Andrea Warnke

Ziel war die Erhebung der Erfahrungen von interprofessionell Studierenden mit der Zusammenarbeit im Gesundheitswesen. Befragt wurden drei Matrikel am Ende ihres Studiums mittels teilstandardisiertem Onlinefragebogen (N= 399). Fähigkeiten, die im Studium vermittelt werden, können einen Beitrag zu Veränderungen in der Berufspraxis leisten. Gelingende Zusammenarbeit ist abhängig von Arbeitsbelastung, Arbeitsorganisation, interprofessioneller Haltung, Hierarchien, interprofessionellen Schnittstellen, Kommunikation und Wertschätzung. Eine interprofessionelle Haltung und der systematische Austausch sind für die Studierenden wichtig, aber im Alltag noch nicht selbstverständlich. Grenzen sind durch Rahmenbedingungen und hierarchische Strukturen gesetzt.

Ausgabe 1-2017
hpsmedia

Die bisherigen drei Ausbildungen in der Altenpflege, der Krankenpflege sowie der Kinderkrankenpflege sollen reformiert und zu einem neuen einheitlichen Berufsbild zusammengeführt werden. Der neue Pflegeberuf wird damit zum größten Ausbildungsberuf in Deutschland mit über 133.000 Auszubildenden in der Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege in einem vom bundesweiten Fachkräftemangel geprägten Bereich von hoher gesellschaftlicher Bedeutung.

Ausgabe 2-2017
Sebastian Koch, PD Dr. Gero Langer

Hintergrund: Es bedarf wissenschaftlicher Methodenkenntnisse, um dem Anspruch der evidenzbasierten Notfallmedizin (EBNM) gerecht zu werden. Diesen komplexen Anforderungen wird die heutige Ausbildungssituation an den Berufsfachschulen für Notfallsanitäter1 und das daraus resultierende Qualifikationsprofil zukünftiger Notfallsanitäter nicht gerecht. Über die Implementierung der EBNM in der Aus- und Weiterbildung von Notfallsanitätern ist bisher noch wenig bekannt. Methodik: Im Zeitraum von Mai bis Juni 2017 wurden in einer multizentrischen Querschnittsstudie Bedingungsfaktoren für eine EBNM mittels Fragebogen bei 1648 nicht-ärztlichen Mitarbeitern in der präklinischen Notfall- und Rettungsmedizin aus allen 16 Bundesländern erhoben. Die Daten wurden deskriptiv ausgewertet. Ergebnisse: Drei Viertel der Befragten (n = 1213; 73,6 %) stimmte der Aussage zu, dass ein Großteil der Rettungskräfte nicht über aktuelle Forschungsergebnisse informiert ist. Zwei Drittel der Befragten (n = 1097; 66,5 %) bestätigten die Au ...

Ausgabe 4-2018
Sebastian Koch, Stefan Riedel, PD Dr. Gero Langer

Unter dem Begriff der Akademisierung wird die in den letzten Jahrzehnten stattfindende berufsqualifizierende Entwicklung in den Gesundheitsfachberufen verstanden. Darüber hinaus umfasst der mit der Akademisierung verbundene Prozess der wissenschaftlichen Disziplinierung auch den Auf- und Ausbau von Forschung und damit die Entwicklung von wissenschaftlichen Karrierewegen. Über die Intention (Verhaltensabsicht) nichtärztlicher Mitarbeiter in der präklinischen Notfall- und Rettungsmedizin ist bisher noch wenig bekannt. Im Zeitraum von Mai bis Juni 2017 wurden in einer multizentrischen Querschnitts- studie die Intention eines akademischen Studienganges zum Notfallsanitäter1 mittels Fragebogen bei 1.585 nichtärztlichen Mitarbeitern in der präklinischen Notfall- und Rettungsmedizin aus allen 16 Bundesländern erhoben. Die Daten wurden deskriptiv mit IBM SPSS Statistics Version 22 ausgewertet. In der Studie gaben 781 (49,7 %) der Studienteilnehmer an, dass für die Entwicklung ihres Berufsbildes ein akademischer Stud ...

Ausgabe 2-2019
JProf. Dr. Maria A. Marchwacka

Der Beitrag fokussiert Pflegesprache aus pflege- und linguistischer Perspektive. Auf Grundlage deutschsprachiger Literaturrecherche seit den 1980er Jahren wird eine Klassifikation nach Fachsprache – Berufssprache und Verteilersprache bzw. Transfersprache vorgenommen. Die Spezifika der Berufssprache Pflege und der Transfersprache, die als der Kern der Kommunikation im Pflegeprozess fungieren, stehen im Mittelpunkt der Betrachtung. Dabei werden Fachlexika, Fachjargon in der Berufssprache sowie das Nähe-Distanz-Phänomen in der Patient*innen-/Bewohner*innen-/Klient*innensprache markiert und problematisiert. Ziel des Beitrags ist es, den Status Quo der bisherigen Studien zur Pflegesprache darzulegen, sowie den Bedarf an weiteren empirische Forschung und an sprachsensibler Kommunikation in der Pflegebildung aufzuzeigen.

Ausgabe 2-2019

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