Apr 05, 2020 Last Updated 7:54 AM, Feb 11, 2020

Lernwelten 2019

12. - 13. September 2019, Fachhochschule Kärnten, Campus Klagenfurt &...

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Rocco Umbescheidt, Dr. Claudia Schlegel, Irene Lüthi, Volkmar Blaha, Amélie Anchise, Geneviève Blanc

Das „interprofessionelle Austrittsplanungs- und Visitentraining mit dem In-HospiTool KSA“ (IAVI) wurde auf Grundlage praxisbasierter Fälle, Patienten-, Praxisexperten- und Studentenfokusgruppen sowie anhand einer wissenschaftlichen Recherche entwickelt. Die Entwicklung des mehrphasigen interprofessionellen Ausbildungselements für Pflegende, Ärzte und Sozialarbeiter fand in enger Lernortkooperation der Höheren Fachschule Gesundheit und Soziales Aarau (HFGS), des Berner Bildungszentrums Pflege (BZP), des Kantonspitals Aarau (KSA) und der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETHZ) statt. Die Pilotumsetzung mit 182 Studierenden der Pflege und der Humanmedizin wurde wissenschaftlich evaluiert. Angesichts der Resultate, der erreichten Kompetenzen, der Feedbacks von internationalen Experten und sehr positiv erlebter interprofessioneller Zusammenarbeit, konnte die Pilotumsetzung erfolgreich abgeschlossen werden.

Ausgabe 1-2020
Marius Rebmann, Prof. Dr. Steve Strupeit

Im Zuge der Novellierung der Pflegeberufe wurden auch die Qualifikationsniveaus der Lehrenden im Pflegeberufereformgesetz neu definiert. Bisher lagen keine neueren validen Daten hinsichtlich der Qualifikation von Lehrenden an Schulen für Pflegeberufe in Baden-Württemberg vor. Aus diesem Grund wurde eine Ist-Analyse der gegenwärtigen Situation durchgeführt um daraus u. a. zukünftige Bedarfe zu ermitteln. Alle Schulleitungen staatlich anerkannter Gesundheits- und Krankenpflegeschulen in Baden-Württemberg (n = 69) wurden mittels eines Online-Fragebogens gebeten Angaben zur Struktur der Schule und den Qualifikationen der Lehrenden zu machen. Jede zweite Institution beteiligte sich dabei an der Umfrage (n = 38). Die Ergebnisse zeigen ein ausgeprägtes heterogenes Bild hinsichtlich der Qualifikationen der einzelnen Lehrenden und deuten auf große Herausforderungen mit Blick auf künftige Bedarfe hin.

Ausgabe 1-2020
Prof. Dr. Sandra Tschupke

Im Kontext der steigenden Anzahl pflegebezogener Studiengänge wird in der Literatur immer wieder auf die erhebliche Heterogenität von Studienangeboten sowie Transparenzprobleme bezüglich der in Pflegestudiengängen zu erwerbenden Kompetenzen und Unsicherheiten in Bezug auf die beruflichen Perspektiven für Absolvent*innen hingewiesen. Vor diesem Hintergrund ergibt sich die Relevanz für eine Programmanalyse pflegebezogener Studiengänge für beruflich qualifizierte Pflegefachkräfte. Aus der Programmanalyse zeigt sich, dass ein genuin pflegepraxis- und versorgungsnahes Angebotsprofil pflegebezogener Studienangebote für beruflich Qualifizierte die Ausnahme darstellt. Zumeist werden in den Programmen alternative, pflegepraxis- und versorgungsferne Optionen in Aussicht gestellt.

Ausgabe 1-2020
Nicole Krüger, Prof. Dr. Ulrike Morgenstern

Die Vereinbarkeit einer Lehrerinnen- und Mutterrolle während des Berufseinstiegs von Medizinpädagoginnen lässt trotz einer doppelten Belastung auch Vorteile für die Rolleninhaberinnen vermuten. Nach einer Analyse der Herausforderungen während eines Eintritts in den Lehrerinnenberuf und die Besonderheiten des Berufes einer Medizinpädagogin zeigen fünf problemzentrierten Interviews mit Medizinpädagoginnen, die vor dem Berufseinstieg an einer Schule für Gesundheitsberufe Mutter wurden, dass im Zusammenhang mit dem Status „Mutterschaft“ die Faktoren Zeit, Arbeitsumfang und Rücksichtnahme zentrale Bedeutungen für einen erfolgreichen Einstieg und die Vereinbarkeit beider Rollen erhalten. Die Fähigkeiten des Priorisierens und der Arbeitsorganisation treten an der Stelle in den Vordergrund.

Ausgabe 1-2020
Dieter Lerner, Johannes Pranghofer, Andreas Franke

Dem Präsenzerleben wird eine das Lernen verstärkende Rolle in hoch-immersiven, virtuellen Lern- oder Trainingswelten zugeschrieben. In diesen Beitrag werden hypothetische Wirkungszusammenhänge zwischen einem räumlichen Präsenzerleben und Lern- bzw. Trainingseffekten rekonstruiert und empirisch geprüft. Die Feldstudie wurde im Rahmen des Projekts EPICSAVE durchgeführt. In diesem Projekt wurde eine auf Virtual-Reality-Technologie basierende Simulationsumgebung für angehende Notfallsanitäter entwickelt und in der Bildungspraxis erprobt. Die Ergebnisse zeigen, dass das Präsenzerleben nicht per se einen direkten Einfluss auf alle Lern- und Trainingseffekte gleichermaßen hat.

Ausgabe 1-2020
Prof. Dr. Elfriede Brinker-Meyendriesch

Einleitung "Was nicht kontrovers ist, ist nicht der Rede wert." Das ist ein gutes Motto. Es stammt von Ralf Dahrendorf. Brandaktuell durfte man es bei Fridays for Future in Aktion erleben. Da wurden nämlich auf Demos mit selbstgemachten Schildern Kontroversen klipp und klar auf den Punkt gebracht, etwa mit „Die Dinos dachten auch, sie hätten noch viel Zeit“ oder „Weniger Asphalt“ oder etwas unverhüllter „Scheißverein“. Ich fand, wenn etwas so Folgenschweres wie der Klimawandel klar auf der Hand liegt, darf man auch mal deutlich werden. Das prägt sich gut ein und lädt auch noch die letzte Reihe zum Nachsinnen ein. Wissenschaftlerinnen ist es ja nun leider nicht vergönnt, Kontroversen mit so knappen Worten auszutragen. Das macht deren Dasein manchmal mühsam und auch langatmig. Aber andererseits dürfen sie sich für Kontroversen viel mehr Zeit nehmen und auch viel mehr Worte machen. Und so ist es nun auch hier der Fall.

Ausgabe 1-2020
hpsmedia

Ausgabe 1-2020

Editorial Neu!

Prof. Dr. Anke Fesenfeld

Ausgabe 1-2020
Bettina Jensen, Dr. Diana Staudacher

Reflexion ist eine wertvolle Ressource, um sich über das eigene Lernen und die berufliche Identität klar zu werden. Dies gilt auch für Auszubildende „Fachfrau/Fachmann Gesundheit“, die sich meistens in der Adoleszenz befinden. Wie die Forschung zeigt, erfolgt während dieser Zeit eine grundlegende Reorganisation des Gehirns. Dabei entsteht ein Ungleichgewicht zwischen reiferen subkortikalen und unreiferen präfrontalen Hirnstrukturen. Dies kann mit adoleszenztypischem Verhalten zusammenhängen und auch die Reflexionsfähigkeit beeinflussen. Anhand ausgewählter Reflexionsmodelle und im Rückgriff auf Ergebnisse der Gehirnforschung formuliert dieser Beitrag praxisrelevante Empfehlungen, wie Berufsbildende bzw. Praxisanleitende Reflexion adoleszenzspezifisch fördern können.

Ausgabe 4-2019
Katrin Arianta, Dr. Juliane Dieterich

Informationen über das pflegeberufliche System der Herkunftsländer ausländischer Pflegekräfte mit ihren Qualifizierungsstrukturen, Berufsauffassungen und Tätigkeitsprofilen sind rar. Sie sind jedoch wichtig, wenn transformatorische Lehr-Lernprozesse aus subjektorientierter Perspektive im Rahmen von Anerkennungsqualifizierungen gelingen sollen. In diesem Beitrag werden exemplarisch Ergebnisse einer explorativen Studie über das Pflegen lernen in Afghanistan dargestellt. Die Ergebnisse zeigen eine heterogene Qualifizierungspraxis in einer Lebens- und Pflegewelt, die gegenseitige Fremdheitsphänomene, im Rahmen des pflegeberuflichen Ankommens und Umlernens in Deutschland auslösen können. Im Interesse gegenseitiger Anerkennung sollen die identifizierten Unterschiede nicht als Defizite verstanden werden, sondern als Basis für individualisierte Pflegebildungsprozesse bzw. Schulungsangebote nutzbar werden.

Ausgabe 4-2019
Katharina Jeiler, Marco Noelle, Ailina Christina Claaßen, Anna Frankowsky, Prof. Dr. Claudia Oetting-Roß

Mit der Einführung des grundständigen Studiengangs B.Sc. Pflege dual im Jahr 2012 und berufsbegleitend im Jahr 2017 hat der Fachbereich Gesundheit der FH Münster ein Unterstützungsformat entwickelt, das den besonderen Herausforderungen und der Diversität dieser Studierendengruppe Rechnung trägt. Durch das Konzept der Lernprozessbegleitung werden die Studierenden in ihrem eigenständigen, selbstgesteuerten Lernprozess unterstützt und insbesondere in den Selbstlernphasen individuell durch das Studium begleitet. Der vorliegende Beitrag stellt die Entwicklung des Konzeptes sowie die Ausgestaltung der Lernprozessbegleitung vor und reflektiert diese kritisch auf Basis der Erfahrungen und Evaluationen bei der Umsetzung.

Ausgabe 4-2019
Julian Müllerleile, Peter Deichmüller, Prof. Dr. Thomas Prescher

Lehrkräfte in der Notfallsanitäterausbildung suchen nach Wegen, die berufliche Handlungskompetenz der SchülerInnen in den Berufsfachschulen zu entwickeln. Ein Ansatz zur Förderung der personalen und sozialen Kompetenz als Aspekte der Handlungskompetenz stellt im Beitrag der Einsatz eines Schulhundes dar. Im Beitrag wird ein Projekt zum Einsatz eines Schulhundes und eine Begleitevaluation nach dem Paradigma des praxistheoretischen Forschens im Modus einer Einzelfallanalyse dargestellt. Dabei wird eine auf die Gegebenheiten im Forschungsfeld angepasste Auswertung der erhobenen Daten in Anlehnung an die Grounded Theory gewählt. In der Umsetzung wurden über einen Zeitraum von sechs Monaten insgesamt eine Vorerhebung und zwei Befragungen mittels Fragebogen in einer Klasse mit 25 SchülerInnen durchgeführt. Die Auswertung umfasst 49 Fragebögen. Im Beitrag können damit exemplarisch die Fragen, inwiefern sich das Lernklima und das Lernverhalten der SchülerInnen durch die Anwesenheit des Schulhundes verändert ...

Ausgabe 4-2019
Prof. Dr. Dr. Peter Alheit, Prof. Dr. Heidrun Herzberg, Prof. Dr. Anja Walter

Der vorliegende Artikel analysiert die konkurrierenden Diskurse, die in Deutschland seit der Entscheidung für ein neues Pflegeberufegesetz (PflBG) eine zentrale Rolle spielen. Vier Diskursvarianten können dabei identifiziert werden: "Generalistik ohne Bodenhaftung", "Altenpflege als Opfer", "Wir brauchen Hilfe" und "Pflege mit Kopf und Hand". Diese Diskurse können plausibel in einem "mentalen Feld" platziert werden, das die Spannungen zwischen verschiedenen Interessen im Sektor der Pflege verständlich macht.

Ausgabe 4-2019
Jan Daniel Kellerer, Karoline Schermann, Daniela Deufert, Matthias Rohringer

Das Lehrkonzept HomE – House of motivational Education verbindet methodische Vielfalt mit didaktischen Überlegungen, um das Lehren in realitätsnahen Lehr-Lern-Settings für zukünftige Pädagog/inn/en erfahrbar zu machen. Dabei werden initial getrennt voneinander unterrichtete Lehrveranstaltungen inhaltlich und methodisch so aufbereitet, dass durch Rückgriff auf bereits vermittelte Modulinhalte eine reflexive Wissensaggregation erzielt werden kann. Dafür bilden die Studierenden Teams, welche Lerninhalte aufbereiten und stringente Lernsequenzen planen. Sie unterrichten ihre Kommiliton/inn/en, erhalten Feedback und können sich als Lehrpersonen reflektieren. Die Evaluierung in Form der selbsterstellten Prüfung gibt Aufschluss über ihren Erfolg hinsichtlich der vermittelten Inhalte in Relation zu den selbst definierten Lernzielen und der didaktischen Aufbereitung der Lerninhalte.

Ausgabe 4-2019
Prof. Dr. Ulrike Morgenstern, Michél Süßmilch

Die Entwicklung der Fähigkeit zur Reflexion der Haltung bei Fachkräften im Gesundheitswesen im interprofessionellen und interkulturellen Kontext ist aktuell ein bedeutsames Ziel der Aus-, Fort- und Weiterbildung. Die negativen Folgen einer undifferenzierten Haltung gegenüber bestimmten Patientengruppen und anderen Berufsgruppen in der Gesundheitsversorgung erfordern eine systematische Entwicklung von interkulturellen und interprofessionellen Kompetenzen. Die qualitative Evaluation eines Workshops für Lehrkräfte zur Sensibilisierung zugunsten einer differenzierten Haltung gegenüber Menschen mit Migrationshintergrund in der Notaufnahme zeigte, dass Problemorientiertes Lernen und Szenisches Spiel auf der Grundlage von authentischen Fällen optimal für Reflexionsprozesse geeignet sind.

Ausgabe 4-2019
hpsmedia

Ausgabe 4-2019
Prof. Dr. Ulrike Morgenstern

Ausgabe 4-2019

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