Oct 23, 2019 Last Updated 2:07 PM, Oct 14, 2019

Lernwelten 2019

12. - 13. September 2019, Fachhochschule Kärnten, Campus Klagenfurt &...

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hpsmedia

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Andreas Lauterbach

Elske Ammenwerth

Christina Mogg

Seit 2008 ist es in Österreich möglich, eine akademische Ausbildung zur diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegeperson an einer Fachhochschule zu absolvieren und mit einem Bachelortitel abzuschließen. Einige Jahre nach Einführung dieser Ausbildungsoption stellt sich nun die Frage, wie es den Bachelor-AbsolventInnen nach Studienabschluss am Arbeitsmarkt ergeht und ob deren Erwartungen an ihren Beruf erfüllt wurden. Für die Berufseinstiegsstudie wurde 2014 eine Vollerhebung (n=70) aller AbsolventInnen des Studiengangs GuK der drei Abschlussjahrgänge 2011, 2012 und 2013 der FH Campus Wien in Form einer Online-Befragung durchgeführt, um einen Einblick in die Berufstätigkeit der AbsolventInnen zu erlangen und um Erwartungen an den Beruf, Anforderungen des Berufs sowie die Arbeitszufriedenheit der AbsolventInnen einstufen zu können. Ein multiples Regressionsmodell zeigt: Ob die Erwartungen der AbsolventInnen zum Zeitpunkt des Studienabschlusses an die Berufstätigkeit erfüllt wurden, hängt zum einen davon ab, ob ...

Daniela Schlosser, Dorothe Wiening

Der Fachbereich Gesundheit der Fachhochschule Münster eröffnete 2014 sein Skills Lab. Im Rahmen eines Projektsemesters wurde den Studierenden die Möglichkeit gegeben, studiengangsübergreifend das Lernen im Skills Lab zu erproben. In Kleingruppen wurde auf der Grundlage einer erfahrungsorientierten, beruflichen Praxissituation theoriegeleitet ein good-practice-Beispiel entwickelt. Sowohl das berufliche Praxis­beispiel als auch das good-practice-Beispiel wurden szenisch umgesetzt, aufgezeichnet und reflektiert (Dieckmann, 2013, S. 153 ff). Das Besondere an diesem Projekt ist die Begleitung durch das theaterpädagogische Institut der Hochschule Osnabrück. Dieses unterstützte sowohl bei der Erstellung der Rollen- und Szenenbeschreibungen als auch bei der Reflexion der Simulation. Die Zielsetzung sowie die didaktische Vorgehensweise werden in diesem Beitrag in den Mittelpunkt gestellt. Hierzu fungiert skizzenhaft das Beispiel der beruflichen Praxissituation „Die praktische Abschlussprüfung in der Pflegeausbildung“. ...

Dr. Olaf Stoffel

Das vorliegende Konzept beschreibt Gütekriterien für eine empirischen Ansprüchen standhaltende Lerndiagnostik und Binnendifferenzierung für die Zielgruppe der Auszubildenden in der Altenpflege. Es grenzt sich von den traditionellen Formen der Einschätzung der Lernfähigkeit und der Lernförderung ab. Die Instrumente der Lerndiagnostik und Binnendifferenzierung basieren auf drei Säulen: Einem Test zur Lernmotivation und zur kognitiven Kompetenz sowie einem Erhebungsbogen zur Feststellung der Art der Informationsaufnahme und -verarbeitung. Die Durchführung des lerndiagnostischen Procedere und der professionellen Binnendifferenzierung werden exemplarisch beschrieben. Die dafür notwendigen Rahmenbedingungen werden abschließend skizziert.

Susanne Kohler, Anne Wiechmann, Charlotte Herder, Prof. Dr. Andrea Warnke

Ziel war die Erhebung der Erfahrungen von interprofessionell Studierenden mit der Zusammenarbeit im Gesundheitswesen. Befragt wurden drei Matrikel am Ende ihres Studiums mittels teilstandardisiertem Onlinefragebogen (N= 399). Fähigkeiten, die im Studium vermittelt werden, können einen Beitrag zu Veränderungen in der Berufspraxis leisten. Gelingende Zusammenarbeit ist abhängig von Arbeitsbelastung, Arbeitsorganisation, interprofessioneller Haltung, Hierarchien, interprofessionellen Schnittstellen, Kommunikation und Wertschätzung. Eine interprofessionelle Haltung und der systematische Austausch sind für die Studierenden wichtig, aber im Alltag noch nicht selbstverständlich. Grenzen sind durch Rahmenbedingungen und hierarchische Strukturen gesetzt.

Roland Hanisch

Die Unvereinbarkeit von Patientenorientierung und Wirtschaftlichkeit hat Folgen für die Pflegeausbildung. Auszubildende gelten in der Pflegepraxis vor allem als Arbeitskraft. Sie finden eine Patientenignorierung vor, die ihrer ursprünglichen Idee von Pflege – Menschen zu helfen – entgegensteht. Ihre Persönlichkeitsentwicklung wird vernachlässigt, sodass die geforderte Handlungskompetenz nicht umfassend erlangt werden kann; inwieweit, zeigt eine Analyse von Handlungskompetenz bezogen auf die Problemstellung: Es werden Teilkompetenzen bestimmt, die unter den gegebenen Bedingungen kaum erlangt werden können oder zur Bewältigung moralischer Konflikte benötigt werden. Ein Transfer dieser Erkenntnisse in das pä­dagogische Handlungsfeld zeigt auf, wie die Förderung dieser Kompetenzen gelingen kann und wie der Widerspruch zwischen normativen und ökonomischen Anforderungen und die damit verbundene individuelle Konfliktbewältigung zum Ausgangspunkt für Bildungsprozesse gemacht werden können.

Ursina Baumgartner

Der Trend nach Zunahme an Versorgungsleistungen im Gesundheitswesen wird aufgrund der demographischen, epidemiologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung verstärkt. Diplomierte Pflegefachpersonen mit einem Hochschulabschluss könnten dem drohenden Fachkräftemangel entgegenwirken und zu einer qualitativ hochstehenden Versorgung beitragen. In 15 Transferberichten von Studierenden Bachelor of Science (BSC) in Pflege wurde untersucht, in welchem Ausmass die Studierenden die beruflichen Abschlusskompetenzen Bachelor nach dem Referenzmodell CanMEDS aufzeigen. Das Ergebnis zeigt: Sie erfassen Gesundheitseinbrüche schneller (Rolle Expert/in). Sie kommunizieren fachlich fundiert (Rolle Kommunikator/in). Sie integrieren Angehörige als Ko-Produzierende in die Gesundheitsversorgung (Rolle Health Advocate). Sie steuern den Pflegeprozess evidenzbasiert (Rolle Professionsangehörige). Sie sind in der Lage, Berufsangehörige und Lernende zu beraten (Rolle Lernende und Lehrende) und übernehmen fachliche Führu ...

Thomas Prescher

Um der Anforderung der Lernfeldkonzeption in der curricularen Ausbildung der Gesundheitsberufe gerecht werden zu können, wird im Beitrag der Fokus auf die relevanten Ebenen didaktischen Handelns gelegt. Dies erscheint wichtig, um die Zusammenhänge und Prozesse individueller und organisationaler Kompetenzentwicklung verstehen und gestalten zu können. Dazu werden im Beitrag verschiedene Mehrebenenansätze analysiert und miteinander verglichen. Aus diesem Vergleich wird ein Entwurf für ein Modell der Kompetenzentwicklung der curricularen Ausbildung der Gesundheitsberufe entwickelt und beschrieben. Dieses Modell soll einen theoretisch begründeten Orientierungsrahmen für die Schulleitungen und das pädagogische Personal bieten. Ein wichtiger Eckpunkt dieser Beschreibung wird in zusätzlichen Professionalisierungsstrategien für die LehrerInnen und AusbilderInnen gesehen, um eine kompetenzbezogene Differenzierung curricularer Vorgaben für Unterricht und Ausbildung zu ermöglichen.